(kso) Der Chemiehersteller DuPont und der Ölriese BP gaben am 20. Juni bekannt, dass sie gemeinsam einen neuen Biokraftstoff mit dem Namen „Biobutanol“ entwickelt hätten, welcher ihren Aussagen zufolge 30 Prozent mehr Energie produziere als herkömmliches Ethanol. Biobutanol könne mit einem Anteil von mehr als 10 Prozent mit traditionellen Kraftstoffen vermischt werden, ohne dass der Motor technisch verändert werden muss. Derzeitige Motoren können nur einen Biokraftstoffanteil von bis zu 10 Prozent bewältigen.
Der niedrige Dampfdruck des Biobutanols und seine Toleranz gegenüber Wasserverunreinigungen in Ottokraftstoffgemischen ermöglichen seinen Einsatz in bestehenden Kraftstoffliefer- und –vertriebskanälen. Es habe das Potenzial, dem Benzin in höheren Konzentrationen als existierende Biokomponenten beigemischt zu werden, ohne dass das Fahrzeug nachgerüstet werden müsse. Es biete zudem einen günstigeren Kraftstoffverbrauch als Benzin-Ethanol-Mischungen, erklärte BP.
Die Ersteinführung in Großbritannien sei für 2007 geplant. Dort arbeiten BP und DuPont mit British Sugar, einem Tochterunternehmen von Associated British Foods plc, zusammen, um die erste Anlage für die Ethanolfermentierung im Lande so umzubauen, dass sie Biobutanol produziere. Zusätzliche weltweite Kapazitäten würden je nach Marktbedingungen geschaffen.
Es sei geplant, für die Produktion eine ganze Reihe von Grundstoffen zu nutzen, wie zum Beispiel Zuckerrohr oder Rüben, Mais, Weizen oder Kassava und, in der Zukunft, Zellulose-Einsatzstoffe von schnell wachsenden "Energiepflanzen" wie zum Beispiel Gräser oder landwirtschaftliche Nebenprodukte wie Stroh und Maishalme. Da die Herstellung von Biobutanol der von Ethanol ähnlich ist und auch ähnliche Grundstoffe nutze, sei es kein Problem, existierende Ethanolkapazitäten zur Herstellung von Biobutanol umzurüsten. Zusätzlich liefen bereits die Entwicklungsarbeit an einem neuen Biotechnologieprozess, der das Ziel habe, Biobutanol im Wettbewerb zu Ethanol zu produzieren.
Wie die meisten Biokraftstoffe hat auch Biobutanol beträchtliche Umweltvorteile gegenüber aus Erdöl gewonnenen Kraftstoffen für den Straßenverkehr. Biokraftstoffe vermindern das Gesamtvolumen der Kohlendioxidemissionen, die in die Atmosphäre abgegeben werden, dadurch, dass Kohlendioxid beim Wachsen der Pflanzen aufgenommen und ungefähr dieselbe Menge Kohlendioxid wie beim Verbrennen konventioneller Kraftstoffe freigesetzt wird. Die CO2-Bilanz ist günstiger als beim Verbrennen konventioneller Kraftstoffe.
First Solar und Vestas enttäuschen mit Q1-Zahlen. Die RENIXX-Schwergewichte First Solar und Vestas haben die Geschäftszahlen für das erste Quartal 2011 vorgelegt und dabei die Erwartungen der Anleger nicht erfüllen können. Beide Aktien geben im frühen Handel nach und ziehen den RENIXX unter die Marke von 520 Punkten.
Fukushima 1: Arbeiter wagen sich in Reaktorgebäude 1. Erstmals seit der Zerstörung am 11. März 2011 haben nun Arbeiter des Betreibers Tepco das Gebäude von Reaktorblock 1 betreten. Sie sollen Filtersysteme einbauen um die radioaktiv verseuchte Luft im Gebäude zu reinigen. Sie dürfen sich jedoch nur jeweils 10 Minuten im Gebäude aufhalten. Drei Gruppen sollen sich mit dem Einbau abwechseln.
Q-Cells Vorstandsmitglied Rauter hat sein Amt auf eigenen Wunsch mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Der Aufsichtsrat der Q-Cells hat dem in seiner Sitzung am 4. Mai entsprochen. Gerhard Rauter (53) war seit Oktober 2007 als Chief Operation Officer (COO) für Q-Cells tätig und zuletzt für Produktion und Technologie verantwortlich.
Weltmarktführer: BELECTRIC er- richtet 2010 über 300 MW PV-Leistung und installierte damit weltweit mehr PV-Leistung als jedes andere Unternehmen. Das geht aus einer Analyse des Marktforschungsinstitut IMS Research hervor. In 2011 will das Unternehmen aus dem bayerischen Kolitzheim bis zu 60 Prozent des jährlichen Auftragsvolumens im Ausland realisieren.
Neue Hinweise für eine Virus- Beteiligung bei Prostatakrebs glauben US-Forscher gefunden zu haben. Sie haben das Virus XMRV bei fast jedem dritten untersuchten Prostata-Krebspatienten gefunden. Sollte das Virus der Auslöser sein, könnte man eine Impfung entwickeln wie gegen Gebärmutterhalskrebs.
Im Dschungel von Papua-Neugui- nea entdeckten Wissenschaftler vom Smithsonian Nationalen Museum für Naturkunde in Washington ein Nagetier, das die Größe eines Dackels erreicht. Die Riesenratte misst gut 80 Zentimeter und wird anderthalb Kilogramm schwer.
Der Schwanz, den Geckos auf der Flucht vor Verfolgern abwerfen, kann noch bis zu einer halben Stunde lang tanzende Bewegungen vollführen und den Feind auf diese Weise ablenken, so Zoologen der Clemson University in South Carolina.
Auf Kuba wurden die fossilen Reste eines riesigen Krokodils gefunden, das vor 20 Millionen Jahren gelebt haben soll. Das zehn Meter lange Skelett wurde in der Provinz Sancti Spiritus entdeckt.
In einem erloschenen Vulkan auf der Osterinsel entdeckten Forscher der Universität von Manchester einen Steinbruch. Aus dieser Quelle könnten auch die roten Hüte stammen, die viele der legendären Riesenfiguren tragen, vermuten die Wissenschaftler.
Der deutsche Bundestag hat alle im Zweiten Weltkrieg gegen "Kriegsverräter" ausgesprochenen Urteile mit den Stimmen aller Fraktionen aufgehoben. Die Anlässe für diese Urteile reichten von politischem Widerstand und der Hilfe für verfolgte Juden über kritische Äußerungen über Krieg und Nazis bis hin zu Schwarzmarktgeschäften.
scienzz-partner
... LEUTE in scienzz
03.08.2009 - MATHEMATIK Mit am Start bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Berlin
"Mathematik zählt, weil...du damit fast alles erklären kannst, vielleicht sogar deine gute Note in Sport", meint Mathematik-Professor Matthias Ludwig, Autor des Buches "Mathematik und Sport" und Mathemacher des Monats August der Deutschen Mathematiker Vereinigung. > mehr
wissenswert
17.07.2009 - ANTHROPOLOGIE
EVIDENCE how do we know what we know?
"Evidence" ist eine Web- Ausstellung des Museums Exploratorium in San Francisco. Anhand einer Fallstudie wird erklärt, wie Wissenschaft funktioniert. Hierbei steht die Arbeit des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie zur Erforschung der menschlichen Ursprünge im Mittelpunkt. > mehr