(su) Nach Ansicht des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin wurden nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft, um den Bären Bruno vor dem Abschuss zu retten. Vor allem sei die Behauptung falsch, dass der Abschuss am 26. Juni aufgrund einhelliger wissenschaftlicher Meinung erfolgt sei. So wurden weder Wildtierärzte aus Bayern konsultiert, noch ausgewiesene Fachleute aus anderen Teilen Deutschlands oder vom Bären-Auswilderungsprojekt in Italien zu Rate gezogen.
JJ1 alias Bruno habe sich oft so verhalten, dass eine Annäherung auf 50 Meter und somit eine Betäubung möglich gewesen wäre. Experten des IZW betäuben regelmäßig große Säugetiere und haben bereits über 150 Bärennarkosen durchgeführt. Wozu, fragen sich die Wissenschaftler, gibt es eine ausgefeilte Immobilisationstechnik in der Wildbiologie, wenn sie gerade in solchen Situationen nicht eingesetzt wird? Ein Mini-Netzwerk und Krisenteam von Wildtierärzten hätte nach Ansicht des IZW kurzfristig etabliert werden und rasch reagieren können.
Bruno war der erste frei lebende Bär in Deutschland seit rund 170 Jahren. Der Abschuss entspreche nicht dem Verständnis des IZW vom Umgang mit Wildtieren und spiegele nicht die internationale Erfahrung im Umgang mit "Problembären" wider. JJ1 hat nie Menschen attackiert; er ist vor den Spurensuchern geflüchtet. Alle Untersuchungen aus Nordamerika zeigen, dass Bären erzogen werden können, sie sind sehr intelligente Tiere. Man müsse gar nicht so weit gehen, um Vorbilder im Umgang mit potenziell gefährlichen Tieren zu finden. Die Akzeptanz von Wölfen in der Niederlausitz in Sachsen und Brandenburg sei beispielhaft. Dort hat das gemeinsame Vorgehen von Biologen, Schäfern und örtlicher Administration dazu geführt, dass Schafrisse weitgehend unterbunden würden.
Der Fall Bruno werfe eine grundsätzliche Frage auf: Ist unsere moderne Gesellschaft bereit, im eigenen Lebensraum Artenschutz zu ermöglichen. JJ1 zeigte kein arttypisches Verhalten, aber welche Signalwirkung hat ein Abschuss? Entspricht diese "Lösung" eines "Landnutzungskonfliktes" wirklich unserem Verständnis eines modernen Arten- und Naturschutzes? Mit zunehmenden Erfolg der Wiederansiedelung von Bären in unseren Nachbarländern sei künftig mit ähnlichen Situationen zu rechnen. Das IZW schlägt vor, künftig ein langfristig angelegtes, mit den Nachbarländern abgesprochenes, wissenschaftlich gestütztes Konzept für das Management von Wildtieren zu anzuwenden.
First Solar und Vestas enttäuschen mit Q1-Zahlen. Die RENIXX-Schwergewichte First Solar und Vestas haben die Geschäftszahlen für das erste Quartal 2011 vorgelegt und dabei die Erwartungen der Anleger nicht erfüllen können. Beide Aktien geben im frühen Handel nach und ziehen den RENIXX unter die Marke von 520 Punkten.
Fukushima 1: Arbeiter wagen sich in Reaktorgebäude 1. Erstmals seit der Zerstörung am 11. März 2011 haben nun Arbeiter des Betreibers Tepco das Gebäude von Reaktorblock 1 betreten. Sie sollen Filtersysteme einbauen um die radioaktiv verseuchte Luft im Gebäude zu reinigen. Sie dürfen sich jedoch nur jeweils 10 Minuten im Gebäude aufhalten. Drei Gruppen sollen sich mit dem Einbau abwechseln.
Q-Cells Vorstandsmitglied Rauter hat sein Amt auf eigenen Wunsch mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Der Aufsichtsrat der Q-Cells hat dem in seiner Sitzung am 4. Mai entsprochen. Gerhard Rauter (53) war seit Oktober 2007 als Chief Operation Officer (COO) für Q-Cells tätig und zuletzt für Produktion und Technologie verantwortlich.
Weltmarktführer: BELECTRIC er- richtet 2010 über 300 MW PV-Leistung und installierte damit weltweit mehr PV-Leistung als jedes andere Unternehmen. Das geht aus einer Analyse des Marktforschungsinstitut IMS Research hervor. In 2011 will das Unternehmen aus dem bayerischen Kolitzheim bis zu 60 Prozent des jährlichen Auftragsvolumens im Ausland realisieren.
Neue Hinweise für eine Virus- Beteiligung bei Prostatakrebs glauben US-Forscher gefunden zu haben. Sie haben das Virus XMRV bei fast jedem dritten untersuchten Prostata-Krebspatienten gefunden. Sollte das Virus der Auslöser sein, könnte man eine Impfung entwickeln wie gegen Gebärmutterhalskrebs.
Im Dschungel von Papua-Neugui- nea entdeckten Wissenschaftler vom Smithsonian Nationalen Museum für Naturkunde in Washington ein Nagetier, das die Größe eines Dackels erreicht. Die Riesenratte misst gut 80 Zentimeter und wird anderthalb Kilogramm schwer.
Der Schwanz, den Geckos auf der Flucht vor Verfolgern abwerfen, kann noch bis zu einer halben Stunde lang tanzende Bewegungen vollführen und den Feind auf diese Weise ablenken, so Zoologen der Clemson University in South Carolina.
Auf Kuba wurden die fossilen Reste eines riesigen Krokodils gefunden, das vor 20 Millionen Jahren gelebt haben soll. Das zehn Meter lange Skelett wurde in der Provinz Sancti Spiritus entdeckt.
In einem erloschenen Vulkan auf der Osterinsel entdeckten Forscher der Universität von Manchester einen Steinbruch. Aus dieser Quelle könnten auch die roten Hüte stammen, die viele der legendären Riesenfiguren tragen, vermuten die Wissenschaftler.
Der deutsche Bundestag hat alle im Zweiten Weltkrieg gegen "Kriegsverräter" ausgesprochenen Urteile mit den Stimmen aller Fraktionen aufgehoben. Die Anlässe für diese Urteile reichten von politischem Widerstand und der Hilfe für verfolgte Juden über kritische Äußerungen über Krieg und Nazis bis hin zu Schwarzmarktgeschäften.
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03.08.2009 - MATHEMATIK Mit am Start bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Berlin
"Mathematik zählt, weil...du damit fast alles erklären kannst, vielleicht sogar deine gute Note in Sport", meint Mathematik-Professor Matthias Ludwig, Autor des Buches "Mathematik und Sport" und Mathemacher des Monats August der Deutschen Mathematiker Vereinigung. > mehr
wissenswert
17.07.2009 - ANTHROPOLOGIE
EVIDENCE how do we know what we know?
"Evidence" ist eine Web- Ausstellung des Museums Exploratorium in San Francisco. Anhand einer Fallstudie wird erklärt, wie Wissenschaft funktioniert. Hierbei steht die Arbeit des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie zur Erforschung der menschlichen Ursprünge im Mittelpunkt. > mehr