Käfer fressen Narbenfäden und
schädigen die Kornausbildung
Bild: Baufeld/BBA
(jtu) Noch ist er nicht angekommen in Deutschland, aber sein schlechter Ruf eilt ihm voraus. Der Westliche Maiswurzelbohrer (Diabrotica virgifera virgifera Le Conte) breitet sich vom ehemaligen Jugoslawien, wohin er u.a. mit Hilfsliferungen aus USA gelangte, seit Anfang der 90er Jahre scheinbar unaufhaltsam aus. Zusätzlich kommt es immer wieder zu punktuellen Einschleppungen in die EU-Länder, vor allem mit Flugzeugen. Nicht zufällig trägt der Käfer den Spitznamen "Jetset beetle", weil er offenbar ohne Probleme den modernen Luftverkehr als blinder Passagier nutzt, in ferne Länder gelangt und dort in direkter Umgebung von internationalen Luftdrehkreuzen sein Unwesen weiter treibt.
Am 29. Mai 2006 hatte der Ständige Ausschuss Pflanzenschutz der EU-Kommission die seit 2003 bestehenden Maßnahmen gegen den gefürchteten Quarantäneschädling ergänzt, doch es steht jedem EU-Land frei sich danach zu richten oder nicht. Die Biologische Bundesanstalt (BBA) spricht sich nun dafür aus, diese Maßnahmen in Deutschland konsequent umzusetzen. Danach sind so genannte Eingrenzungszonen von 40 km einzurichten, wobei 10 km in der befallenen Zone und mindestens 30 km außerhalb der Befallszone liegen sollten. Innerhalb dieses Bereichs sollen die Behörden sicherstellen, dass mindestens eine zweijährige Fruchtfolge eingehalten wird. Werde Mais zweimal in drei aufeinander folgenden Jahren angebaut, müsse dies mit einer effizienten Insektizidbehandlung gegen die erwachsenen Käfer verbunden sein.
"Käfer, die vor allem mit Flugzeugen eingeschleppt wurden, sind seit Bestehen der Richtlinie im Jahr 2003 in der Nähe von Flughäfen in Frankreich, den Niederlanden und Belgien erfolgreich bekämpft worden", begründet Jens-Georg Unger, Leiter der Abteilung für nationale und internationale Angelegenheiten der Pflanzengesundheit der BBA die Haltung seiner Anstalt. "Demgegenüber gab es bisher keine Maßnahmen auf EU-Ebene, die der natürlichen Ausbreitung entgegenwirken." Und das, obwohl der gefürchtete Maisschädling inzwischen über einige Balkanländer und Ungarn bis ins österreichische Burgenland vorgedrungen sei.
Die Fachleute der Biologischen Bundesanstalt schätzen die empfohlenen Maßnahmen als sehr wirksam ein. So zeige eine eigene Risikoanalyse, dass der Käfer - liese man ihn gewähren - bereits in drei Jahren im Süden die bayerische Grenze erreichen würde. Mit den Gegenmaßnahmen könne man zu einer Reduzierung der Ausbreitung auf 10 Prozent der natürlichen Ausbreitungsgeschwindigkeit kommen. Dies könne zu einer Art Galgenfrist von 40 Jahre führen, so die BBA. Allerdings müsse diese Zeit intensiv für weitere Forschungen genutzt werden, um dem invasiven Krabbeltier Paroli bieten zu können. Gelinge dies nicht, müsse mit jährlichen Schäden allein in Deutschland von über 25 Millionen Euro gerechnet werden.
First Solar und Vestas enttäuschen mit Q1-Zahlen. Die RENIXX-Schwergewichte First Solar und Vestas haben die Geschäftszahlen für das erste Quartal 2011 vorgelegt und dabei die Erwartungen der Anleger nicht erfüllen können. Beide Aktien geben im frühen Handel nach und ziehen den RENIXX unter die Marke von 520 Punkten.
Fukushima 1: Arbeiter wagen sich in Reaktorgebäude 1. Erstmals seit der Zerstörung am 11. März 2011 haben nun Arbeiter des Betreibers Tepco das Gebäude von Reaktorblock 1 betreten. Sie sollen Filtersysteme einbauen um die radioaktiv verseuchte Luft im Gebäude zu reinigen. Sie dürfen sich jedoch nur jeweils 10 Minuten im Gebäude aufhalten. Drei Gruppen sollen sich mit dem Einbau abwechseln.
Q-Cells Vorstandsmitglied Rauter hat sein Amt auf eigenen Wunsch mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Der Aufsichtsrat der Q-Cells hat dem in seiner Sitzung am 4. Mai entsprochen. Gerhard Rauter (53) war seit Oktober 2007 als Chief Operation Officer (COO) für Q-Cells tätig und zuletzt für Produktion und Technologie verantwortlich.
Weltmarktführer: BELECTRIC er- richtet 2010 über 300 MW PV-Leistung und installierte damit weltweit mehr PV-Leistung als jedes andere Unternehmen. Das geht aus einer Analyse des Marktforschungsinstitut IMS Research hervor. In 2011 will das Unternehmen aus dem bayerischen Kolitzheim bis zu 60 Prozent des jährlichen Auftragsvolumens im Ausland realisieren.
Neue Hinweise für eine Virus- Beteiligung bei Prostatakrebs glauben US-Forscher gefunden zu haben. Sie haben das Virus XMRV bei fast jedem dritten untersuchten Prostata-Krebspatienten gefunden. Sollte das Virus der Auslöser sein, könnte man eine Impfung entwickeln wie gegen Gebärmutterhalskrebs.
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Der Schwanz, den Geckos auf der Flucht vor Verfolgern abwerfen, kann noch bis zu einer halben Stunde lang tanzende Bewegungen vollführen und den Feind auf diese Weise ablenken, so Zoologen der Clemson University in South Carolina.
Auf Kuba wurden die fossilen Reste eines riesigen Krokodils gefunden, das vor 20 Millionen Jahren gelebt haben soll. Das zehn Meter lange Skelett wurde in der Provinz Sancti Spiritus entdeckt.
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Der deutsche Bundestag hat alle im Zweiten Weltkrieg gegen "Kriegsverräter" ausgesprochenen Urteile mit den Stimmen aller Fraktionen aufgehoben. Die Anlässe für diese Urteile reichten von politischem Widerstand und der Hilfe für verfolgte Juden über kritische Äußerungen über Krieg und Nazis bis hin zu Schwarzmarktgeschäften.
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