(kso) Im Schiffsbau, der Bauindustrie und in Windkraftanlagen werden große Bauteile aus faserverstärkten Kunststoffen benötigt. Um diese herzustellen, wird der Kunststoff entweder in Formen gegossen oder manuell Schicht um Schicht aufgestrichen. Beide Verfahren haben Tücken: Füllt sich die Gussform nicht vollständig, muss das Bauteil ausgemustert werden. Beim Handlaminieren wird Styrol, ein flüchtiger und gesundheitsschädlicher Kohlenwasserstoff, frei. Außerdem werden die Polyesterharze, die mit Härter und Beschleuniger vermischt sind, je nach Umgebungstemperatur mal schneller und mal langsamer fest. "Aufgrund der wechselhaften Außentemperatur bei der Fertigung ist der chemische Prozess bisher nicht präzise reproduzierbar", erläutert Dr. Rudolf Emmerich, Fachgruppenleiter am Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie ICT in Pfinztal.
Unter seiner Leitung will ein Team von Forschungsinstituten und Unternehmen aus Deutschland, Slowenien und Spanien die Herstellung großer Bauteile aus faserverstärkten Kunststoffen revolutionieren. Eine Million Euro und damit rund 50 Prozent der Kosten investiert die Europäische Union in das Forschungsprojekt. Das Ziel: verbesserte Arbeitsbedingungen, geringere Umweltbelastung und höhere Qualität.
Die Polyesterharzmischung soll künftig so niedrigviskos, also wenig zäh, sein, dass sie bei normaler Umgebungstemperatur nicht aushärtet. Mit diesem Harz lassen sich die Fasern - Glasfaser oder Schaumgewebe - gut einbetten und man hat Zeit zum Nachbessern. Erst wenn die Bestandteile fix und fertig in der Form liegen, wird das Bauteil gehärtet - und zwar mit Mikrowellen. Voraussetzung ist, "dass wir die Bauteile, unabhängig von ihrer Geometrie, gleichmäßig erwärmen und damit härten", erläutert Rudolf Emmerich die Anforderung an die ICT-Forscher. Bewegliche Antennen sollen die Mikrowellen aussenden und die Energie nach Bedarf verteilen. Bereits geklärt ist der technische Aufbau, die Intensität der Mikrowellenstrahlung und die neue chemische Zusammensetzung der Polyesterharze. Derzeit wird das Verfahren fit gemacht für den großtechnischen Einsatz. Der Prototyp einer Anlage ist bereits fertig.
First Solar und Vestas enttäuschen mit Q1-Zahlen. Die RENIXX-Schwergewichte First Solar und Vestas haben die Geschäftszahlen für das erste Quartal 2011 vorgelegt und dabei die Erwartungen der Anleger nicht erfüllen können. Beide Aktien geben im frühen Handel nach und ziehen den RENIXX unter die Marke von 520 Punkten.
Fukushima 1: Arbeiter wagen sich in Reaktorgebäude 1. Erstmals seit der Zerstörung am 11. März 2011 haben nun Arbeiter des Betreibers Tepco das Gebäude von Reaktorblock 1 betreten. Sie sollen Filtersysteme einbauen um die radioaktiv verseuchte Luft im Gebäude zu reinigen. Sie dürfen sich jedoch nur jeweils 10 Minuten im Gebäude aufhalten. Drei Gruppen sollen sich mit dem Einbau abwechseln.
Q-Cells Vorstandsmitglied Rauter hat sein Amt auf eigenen Wunsch mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Der Aufsichtsrat der Q-Cells hat dem in seiner Sitzung am 4. Mai entsprochen. Gerhard Rauter (53) war seit Oktober 2007 als Chief Operation Officer (COO) für Q-Cells tätig und zuletzt für Produktion und Technologie verantwortlich.
Weltmarktführer: BELECTRIC er- richtet 2010 über 300 MW PV-Leistung und installierte damit weltweit mehr PV-Leistung als jedes andere Unternehmen. Das geht aus einer Analyse des Marktforschungsinstitut IMS Research hervor. In 2011 will das Unternehmen aus dem bayerischen Kolitzheim bis zu 60 Prozent des jährlichen Auftragsvolumens im Ausland realisieren.
Neue Hinweise für eine Virus- Beteiligung bei Prostatakrebs glauben US-Forscher gefunden zu haben. Sie haben das Virus XMRV bei fast jedem dritten untersuchten Prostata-Krebspatienten gefunden. Sollte das Virus der Auslöser sein, könnte man eine Impfung entwickeln wie gegen Gebärmutterhalskrebs.
Im Dschungel von Papua-Neugui- nea entdeckten Wissenschaftler vom Smithsonian Nationalen Museum für Naturkunde in Washington ein Nagetier, das die Größe eines Dackels erreicht. Die Riesenratte misst gut 80 Zentimeter und wird anderthalb Kilogramm schwer.
Der Schwanz, den Geckos auf der Flucht vor Verfolgern abwerfen, kann noch bis zu einer halben Stunde lang tanzende Bewegungen vollführen und den Feind auf diese Weise ablenken, so Zoologen der Clemson University in South Carolina.
Auf Kuba wurden die fossilen Reste eines riesigen Krokodils gefunden, das vor 20 Millionen Jahren gelebt haben soll. Das zehn Meter lange Skelett wurde in der Provinz Sancti Spiritus entdeckt.
In einem erloschenen Vulkan auf der Osterinsel entdeckten Forscher der Universität von Manchester einen Steinbruch. Aus dieser Quelle könnten auch die roten Hüte stammen, die viele der legendären Riesenfiguren tragen, vermuten die Wissenschaftler.
Der deutsche Bundestag hat alle im Zweiten Weltkrieg gegen "Kriegsverräter" ausgesprochenen Urteile mit den Stimmen aller Fraktionen aufgehoben. Die Anlässe für diese Urteile reichten von politischem Widerstand und der Hilfe für verfolgte Juden über kritische Äußerungen über Krieg und Nazis bis hin zu Schwarzmarktgeschäften.
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03.08.2009 - MATHEMATIK Mit am Start bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Berlin
"Mathematik zählt, weil...du damit fast alles erklären kannst, vielleicht sogar deine gute Note in Sport", meint Mathematik-Professor Matthias Ludwig, Autor des Buches "Mathematik und Sport" und Mathemacher des Monats August der Deutschen Mathematiker Vereinigung. > mehr
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17.07.2009 - ANTHROPOLOGIE
EVIDENCE how do we know what we know?
"Evidence" ist eine Web- Ausstellung des Museums Exploratorium in San Francisco. Anhand einer Fallstudie wird erklärt, wie Wissenschaft funktioniert. Hierbei steht die Arbeit des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie zur Erforschung der menschlichen Ursprünge im Mittelpunkt. > mehr