(kso) "Noch bleibt bis zur Markt- und Serienreife viel zu tun", sagt Professor Peter Bäuerle, Direktor des Instituts für Organische Chemie II und Neue Materialien der Universität Ulm, "aber wir sind auf einem guten Weg". Sein Optimismus bezieht sich auf ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Institut für Angewandte Photophysik der Technischen Universität Dresden, das auf eine neuartige Solarzellentechnologie auf Grundlage organischer Halbleitermaterialien zielt. Wissenschaftler beider Hochschulen haben zur Entwicklung "grüner Photovoltaik" die Firma Heliatek GmbH ausgegründet. Daran beteiligt sind neben Gründern aus den beiden Instituten, der High-Tech Gründerfonds, Bonn, der eine halbe Million Euro Risikokapital eingebracht hat und der private Investor Harald Eggers.
"Wir arbeiten mit hauchdünnen Schichten organischer Materialien, in diesem Fall niedermolekularen Verbindungen, die wir gezielt synthetisieren und durch Verdampfungsprozesse im Vakuum auf Trägermaterialien abscheiden, in der Regel auf Glas oder Metallfolien", erläutert Bäuerle. "Es könnten aber auch weiche und biegsame Plastikfolien sein". Dann könnten auch Fenster, Autos oder Zelte großflächig mit den Solarzellen beschichtet werden. Ein weiterer Vorteil bestehe darin, dass etwas mehr als ein halbes Gramm der organischen Materialien genüge, um einen Quadratmeter Fläche zu beschichten.
Die neue Technologie soll einmal zu extrem kostengünstigen und flexiblen Solarzellen führen. Dabei seien Herstellungsprozess und verwendete Materialien eng verwandt mit organischen Leuchtdioden, die bei Flachdisplays schon kommerziell erhältlich sind und künftig für großflächige Beleuchtungselemente eingesetzt werden könnten. Hier haben die Partner an der TU Dresden ein großes und führendes Know-how. Drei Patente haben die beiden Universitäten Bäuerle zufolge für das Verfahren bereits angemeldet.
Die Brücke von der Grundlagenforschung zur Anwendung sei schwierig, sagt der Chemiker. So sei die Langzeitstabilität der neuen Solarzellen nicht endgültig geklärt. Auch die Energieausbeute sei noch verbesserungsfähig. Knapp vier Prozent betrage sie derzeit. Es sei noch ein weiter Weg zu Werten wie bei konventionellen einkristallinen Silizium-Solarzellen. Ziel des Gemeinschaftsunternehmens sei überdies, "Produkte zu verkaufen, nicht nur die Technologie". Die Heliatek GmbH wird dazu in Ulm als zweitem Standort eine Synthesegruppe aufbauen, um die Substanzen weiter zu entwickeln und in größerem Umfang zu produzieren.
First Solar und Vestas enttäuschen mit Q1-Zahlen. Die RENIXX-Schwergewichte First Solar und Vestas haben die Geschäftszahlen für das erste Quartal 2011 vorgelegt und dabei die Erwartungen der Anleger nicht erfüllen können. Beide Aktien geben im frühen Handel nach und ziehen den RENIXX unter die Marke von 520 Punkten.
Q-Cells Vorstandsmitglied Rauter hat sein Amt auf eigenen Wunsch mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Der Aufsichtsrat der Q-Cells hat dem in seiner Sitzung am 4. Mai entsprochen. Gerhard Rauter (53) war seit Oktober 2007 als Chief Operation Officer (COO) für Q-Cells tätig und zuletzt für Produktion und Technologie verantwortlich.
Weltmarktführer: BELECTRIC er- richtet 2010 über 300 MW PV-Leistung und installierte damit weltweit mehr PV-Leistung als jedes andere Unternehmen. Das geht aus einer Analyse des Marktforschungsinstitut IMS Research hervor. In 2011 will das Unternehmen aus dem bayerischen Kolitzheim bis zu 60 Prozent des jährlichen Auftragsvolumens im Ausland realisieren.
Neue Hinweise für eine Virus- Beteiligung bei Prostatakrebs glauben US-Forscher gefunden zu haben. Sie haben das Virus XMRV bei fast jedem dritten untersuchten Prostata-Krebspatienten gefunden. Sollte das Virus der Auslöser sein, könnte man eine Impfung entwickeln wie gegen Gebärmutterhalskrebs.
Im Dschungel von Papua-Neugui- nea entdeckten Wissenschaftler vom Smithsonian Nationalen Museum für Naturkunde in Washington ein Nagetier, das die Größe eines Dackels erreicht. Die Riesenratte misst gut 80 Zentimeter und wird anderthalb Kilogramm schwer.
Der Schwanz, den Geckos auf der Flucht vor Verfolgern abwerfen, kann noch bis zu einer halben Stunde lang tanzende Bewegungen vollführen und den Feind auf diese Weise ablenken, so Zoologen der Clemson University in South Carolina.
Auf Kuba wurden die fossilen Reste eines riesigen Krokodils gefunden, das vor 20 Millionen Jahren gelebt haben soll. Das zehn Meter lange Skelett wurde in der Provinz Sancti Spiritus entdeckt.
In einem erloschenen Vulkan auf der Osterinsel entdeckten Forscher der Universität von Manchester einen Steinbruch. Aus dieser Quelle könnten auch die roten Hüte stammen, die viele der legendären Riesenfiguren tragen, vermuten die Wissenschaftler.
Der deutsche Bundestag hat alle im Zweiten Weltkrieg gegen "Kriegsverräter" ausgesprochenen Urteile mit den Stimmen aller Fraktionen aufgehoben. Die Anlässe für diese Urteile reichten von politischem Widerstand und der Hilfe für verfolgte Juden über kritische Äußerungen über Krieg und Nazis bis hin zu Schwarzmarktgeschäften.
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03.08.2009 - MATHEMATIK Mit am Start bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Berlin
"Mathematik zählt, weil...du damit fast alles erklären kannst, vielleicht sogar deine gute Note in Sport", meint Mathematik-Professor Matthias Ludwig, Autor des Buches "Mathematik und Sport" und Mathemacher des Monats August der Deutschen Mathematiker Vereinigung. > mehr
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17.07.2009 - ANTHROPOLOGIE
EVIDENCE how do we know what we know?
"Evidence" ist eine Web- Ausstellung des Museums Exploratorium in San Francisco. Anhand einer Fallstudie wird erklärt, wie Wissenschaft funktioniert. Hierbei steht die Arbeit des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie zur Erforschung der menschlichen Ursprünge im Mittelpunkt. > mehr