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(irw) Wissenschaftler vom Berliner Paul-Drude-Institut für Festkörperelektronik (PDI) entwickelten in Zusammenarbeit mit Kollegen aus Indien und Spanien einen Detektor für UV-Strahlung, mit dem Gefahrstoffe in der Luft rasch nachgewiesen werden können. Er hat eine Detektionsbandbreite von lediglich 6 Nanometern und ist damit fünfmal schmalbandiger als vergleichbare Photodetektoren. Hinzu kommt, dass der Detektor die Polarisation des Lichtes erkennen kann. Das hilft dabei, störende Hintergrundstrahlung herauszufiltern.

Ein Laser regt Moleküle zum Leuchten an und ein neuer hochpräziser Photodetektor misst das Licht. Um Gifte und Gefahrstoffe in der Luft rasch nachweisen zu können, werden oft Detektoren eingesetzt, die zurückgestreutes Licht im ultravioletten (UV) Spektralbereich analysieren. Jede Substanz weist eine Art optischen Fingerabdruck auf, der beispielsweise durch Anregung per Laser abgerufen wird. Dazu sind extrem schmalbandige Photodetektoren notwendig, die nur für bestimmte Wellenlängen empfindlich sind.

Das internationale Forscherteam unter Leitung von Holger Grahn vom PDI entwickelte den Detektor mithilfe einer photoempfindlichen Schicht aus nichtpolarem Galliumnitrid (GaN) auf einem Substrat aus Lithiumaluminat (LiAlO2). Die aktive GaN-Schicht ist dabei nur 0,4 Mikrometer dick, ungefähr ein Zehntel des Durchmessers eines Staubkorns. Die GaN-Schicht wurde von Oliver Brandt vom PDI hergestellt. Den Photodetektor hatten Spanische Wissenschaftler an der Universidad Politécnica de Madrid strukturiert. Sandip Ghosh vom Indischen Tata Institute of Fundamental Research in Mumbai führte schließlich die Messungen durch.

Der neue Detektor eignet sich für den Echtzeit-Nachweis von biologischen und chemischen Stoffen in der Luft, die mittels eines Laserstrahls zum Leuchten angeregt werden. Aus dem zurückgestrahlten Licht ermittelt der Detektor die optischen Fingerabdrücke der Substanzen. Um möglichst viele Stoffe auf einmal nachweisen zu können, bedarf es vieler kleiner photoempfindlicher Elemente, die alle jeweils exakt auf ganz bestimmte unterschiedliche Wellenlängen reagieren, also eine enge spektrale Bandbreite aufweisen. Das Element, das das internationale Team jetzt vorstellte, ist etwa nur so groß wie ein Stecknadelkopf und weist nur ultraviolette Strahlung mit einer Wellenlänge von 360 nm nach.


Mehr im Internet:
Paul-Drude-Institut für Festkörperelektronik (PDI)
Galliumnitrid (GaN) - Wikipedia


 

 

 

 

 

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