(jtu) Eine internationale Gruppe von Meeresgeologen, Geophysikern und Ozeanographen konnte anhand von neuen Daten aus Tiefbohrkernen sowie ozeanographischen und geophysikalischen Modellen nachweisen, dass sich die Framstrasse zwischen Grönland und Svalbard bereits vor 17.5 Millionen Jahren öffnete. Bisher glaubten Wissenschaftler, die Verbindung zwischen diesen beiden Meeren hätte sich wesentlich später vollzogen, nämlich vor 10 Millionen Jahren.
Mit der Eröffnung der Framstrasse vor 17.5 Millionen Jahren entstand ein wichtiger Korridor zwischen dem Atlantischen und dem Arktischen Ozean schon viel früher, als bisher geglaubt, stellt die internationale Forschergruppe fest. "Durch diesen Korridor konnte erstmals sauerstoffreiches Wasser in das vormals abgekoppelte arktische Becken fließen", erzählt Professor Martin Frank, Paläo-Ozeanograph am Leibniz-Institut für Meereswissenschaften, "mit anderen Worten - die tiefe Arktis begann zu atmen".
Kenntnisse über die ozeanographische Entwicklung des Arktischen Ozeans waren bis vor kurzem auf eine Million Jahre vor heute beschränkt. Im Sommer 2004 gelang es im Rahmen einer Expedition des Integrated Ocean Drilling Programm (IODP, Leg 302, ACEX), die gesamte 428 Meter mächtige unterseeische Sedimentbedeckung des Lomonosov Rückens unweit des Nordpols mit Hilfe einer Bohrplattform auf dem Spezialschiff "Vidar Viking" zu durchbohren und Sedimentkerne zu gewinnen.
Einsatzstelle des Bohrschiffs auf dem Lomonosov-Rücken unweit des Nordpols
Bild: IODP
Das Augenmerk der Forscher richtete sich sehr schnell auf einen markanten Übergang in den Sedimenten in etwa 200 m Tiefe. Dort wichen schwarz-graue Ablagerungen mit einem hohen Anteil an organischem Kohlenstoff plötzlich dunkelbraunen Sedimentschichten mit einem geringen organischen Kohlenstoffgehalt. Weitere hinzugezogene Daten wiesen darauf hin, dass die tieferen, dunklen Schichten in einem sauerstofffreien Becken, ähnlich dem heutigen Schwarzen Meer, abgelagert wurden.
Doch wie alt sind diese Sedimente und wann fand dieser markante Übergang statt? Die Datierung arktischer Sedimente ist nicht einfach, da in den sauerstoffreichen Schichten der obersten 200 m nur sehr wenige Fossilien überliefert sind. Hier konnten spezielle Isotopenmessungen von Professor Martin Frank die Datenlücke über das Alter schließen. Mit Hilfe eines Isotops des Elements Beryllium, dem 10Be, hat der Paläo-Ozeanograph in Kiel eine verlässliche Datierung der letzten 12 Millionen Jahre erarbeitet. Zusammen mit anderen Daten konnten die Wissenschaftler den Beginn der Zuführung von sauerstoffreichem Wasser in die Arktis auf 17.5 Millionen Jahren vor heute festlegen.
First Solar und Vestas enttäuschen mit Q1-Zahlen. Die RENIXX-Schwergewichte First Solar und Vestas haben die Geschäftszahlen für das erste Quartal 2011 vorgelegt und dabei die Erwartungen der Anleger nicht erfüllen können. Beide Aktien geben im frühen Handel nach und ziehen den RENIXX unter die Marke von 520 Punkten.
Fukushima 1: Arbeiter wagen sich in Reaktorgebäude 1. Erstmals seit der Zerstörung am 11. März 2011 haben nun Arbeiter des Betreibers Tepco das Gebäude von Reaktorblock 1 betreten. Sie sollen Filtersysteme einbauen um die radioaktiv verseuchte Luft im Gebäude zu reinigen. Sie dürfen sich jedoch nur jeweils 10 Minuten im Gebäude aufhalten. Drei Gruppen sollen sich mit dem Einbau abwechseln.
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"Mathematik zählt, weil...du damit fast alles erklären kannst, vielleicht sogar deine gute Note in Sport", meint Mathematik-Professor Matthias Ludwig, Autor des Buches "Mathematik und Sport" und Mathemacher des Monats August der Deutschen Mathematiker Vereinigung. > mehr
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