(kso) Die Suche nach Bestätigung für die Existenz von Naturkonstanten geht in eine neue Runde. Australische Physiker analysierten das Licht einer fernen Galaxie und kamen zu dem Ergebnis, dass sich der Wert einer wichtigen Naturkonstante in den letzten Jahrmilliarden nicht merklich verändert habe. Eine neue Runde deshalb, weil die Genauigkeit der neuen Analyse die früherer Studien um ein Vielfaches übertreffe, betonen Victor Flambaum und Michael Kozlov von der University of New South Wales. Allerdings bestehe noch reichlich Raum für weitere Verbesserungen, meinen die Forscher im Fachblatt "Physical Review Letters".
Schon seit vielen Jahren treibt Forscher die Frage nach der Konstanz der Naturkonstanten um. Zu diesen Werten gehören etwa die Massen der Elementarteilchen oder jener Faktor, der Massen und Abstand zweier Objekte mit der zwischen ihnen wirkenden Schwerkraft verknüpft. Einige alternative physikalische Modelle der Welt und ihrer Bausteine gehen davon aus, dass sich diese Werte im Laufe der Zeit verändern könnten.
Flambaum und Kozlov untersuchten das Verhältnis von Protonen- und Elektronenmasse, das derzeit mit etwa 1.836 zu 1 angegeben wird. Die beiden Physiker konnten zeigen, dass sich der genaue Wert stark auf die Lichtabsorption von Ammoniak (NH3) auswirkt, dessen Stickstoff zwischen den Wasserstoffatomen hindurch schlüpft und so das pyramidenförmige Molekül förmlich umkrempelt. Wie das resultierende Inversionsspektrum in der Vergangenheit aussah, konnten die Forscher an der Strahlung der 6,5 Milliarden Lichtjahre entfernten Galaxie B0218+357 ablesen.
Seit sich diese Strahlung auf den Weg zur Erde gemacht hat, kann das Massenverhältnis pro Jahr nicht mehr als 0,4 Billiardstel abgenommen und nicht mehr als 0,2 Billiardstel zugenommen haben, so die Berechnungen der Physiker.
Ihre Resultate widersprechen denen einer europäischen Arbeitsgruppe, die im letzten Jahr Hinweise auf eine leichte Abnahme des Wertes präsentiert hatte. Die Forscher hatten ebenfalls das Licht ferner Galaxien analysiert, sich jedoch auf Elektronenübergänge im Wasserstoffmolekül konzentriert. Laut Flambaum und Kozlov hängen diese Prozesse weniger empfindlich als die Inversion von dem Wert des Massenverhältnisses ab.
First Solar und Vestas enttäuschen mit Q1-Zahlen. Die RENIXX-Schwergewichte First Solar und Vestas haben die Geschäftszahlen für das erste Quartal 2011 vorgelegt und dabei die Erwartungen der Anleger nicht erfüllen können. Beide Aktien geben im frühen Handel nach und ziehen den RENIXX unter die Marke von 520 Punkten.
Fukushima 1: Arbeiter wagen sich in Reaktorgebäude 1. Erstmals seit der Zerstörung am 11. März 2011 haben nun Arbeiter des Betreibers Tepco das Gebäude von Reaktorblock 1 betreten. Sie sollen Filtersysteme einbauen um die radioaktiv verseuchte Luft im Gebäude zu reinigen. Sie dürfen sich jedoch nur jeweils 10 Minuten im Gebäude aufhalten. Drei Gruppen sollen sich mit dem Einbau abwechseln.
Q-Cells Vorstandsmitglied Rauter hat sein Amt auf eigenen Wunsch mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Der Aufsichtsrat der Q-Cells hat dem in seiner Sitzung am 4. Mai entsprochen. Gerhard Rauter (53) war seit Oktober 2007 als Chief Operation Officer (COO) für Q-Cells tätig und zuletzt für Produktion und Technologie verantwortlich.
Weltmarktführer: BELECTRIC er- richtet 2010 über 300 MW PV-Leistung und installierte damit weltweit mehr PV-Leistung als jedes andere Unternehmen. Das geht aus einer Analyse des Marktforschungsinstitut IMS Research hervor. In 2011 will das Unternehmen aus dem bayerischen Kolitzheim bis zu 60 Prozent des jährlichen Auftragsvolumens im Ausland realisieren.
Neue Hinweise für eine Virus- Beteiligung bei Prostatakrebs glauben US-Forscher gefunden zu haben. Sie haben das Virus XMRV bei fast jedem dritten untersuchten Prostata-Krebspatienten gefunden. Sollte das Virus der Auslöser sein, könnte man eine Impfung entwickeln wie gegen Gebärmutterhalskrebs.
Im Dschungel von Papua-Neugui- nea entdeckten Wissenschaftler vom Smithsonian Nationalen Museum für Naturkunde in Washington ein Nagetier, das die Größe eines Dackels erreicht. Die Riesenratte misst gut 80 Zentimeter und wird anderthalb Kilogramm schwer.
Der Schwanz, den Geckos auf der Flucht vor Verfolgern abwerfen, kann noch bis zu einer halben Stunde lang tanzende Bewegungen vollführen und den Feind auf diese Weise ablenken, so Zoologen der Clemson University in South Carolina.
Auf Kuba wurden die fossilen Reste eines riesigen Krokodils gefunden, das vor 20 Millionen Jahren gelebt haben soll. Das zehn Meter lange Skelett wurde in der Provinz Sancti Spiritus entdeckt.
In einem erloschenen Vulkan auf der Osterinsel entdeckten Forscher der Universität von Manchester einen Steinbruch. Aus dieser Quelle könnten auch die roten Hüte stammen, die viele der legendären Riesenfiguren tragen, vermuten die Wissenschaftler.
Der deutsche Bundestag hat alle im Zweiten Weltkrieg gegen "Kriegsverräter" ausgesprochenen Urteile mit den Stimmen aller Fraktionen aufgehoben. Die Anlässe für diese Urteile reichten von politischem Widerstand und der Hilfe für verfolgte Juden über kritische Äußerungen über Krieg und Nazis bis hin zu Schwarzmarktgeschäften.
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03.08.2009 - MATHEMATIK Mit am Start bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Berlin
"Mathematik zählt, weil...du damit fast alles erklären kannst, vielleicht sogar deine gute Note in Sport", meint Mathematik-Professor Matthias Ludwig, Autor des Buches "Mathematik und Sport" und Mathemacher des Monats August der Deutschen Mathematiker Vereinigung. > mehr
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17.07.2009 - ANTHROPOLOGIE
EVIDENCE how do we know what we know?
"Evidence" ist eine Web- Ausstellung des Museums Exploratorium in San Francisco. Anhand einer Fallstudie wird erklärt, wie Wissenschaft funktioniert. Hierbei steht die Arbeit des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie zur Erforschung der menschlichen Ursprünge im Mittelpunkt. > mehr