(kso) Das kälteste Wasser am Boden der Tiefsee im Südatlantik wird immer wärmer. Das zeigen Messungen deutscher und russischer Meeresforscher, die seit fast vier Jahrzehnten regelmäßig zum "Fiebermessen" in diese Region fahren. Unklar ist, ob dieser Trend seinen Ursprung in der Antarktis hat und wie er sich langfristig auf die globale Ozeanzirkulation auswirken wird. Die Ergebnisse der Langzeituntersuchung haben die Forscher, darunter ein Ozeanograph des Kieler Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR), in der "Geophysical Research Letters" veröffentlicht.
Die Messung der Temperatur an Schlüsselstellen der Weltmeere ist eine wichtige Aufgabe der Ozeanographen. Damit können sie mögliche Veränderungen in den Strömungen relativ rasch erkennen. Eine dieser Stellen befindet sich östlich von Rio de Janeiro, im so genannten "Vema-Kanal", einem Canyon zwischen dem Argentinischen und Brasilianischen Becken. Der Kanal in 4.500m Wassertiefe ist nur 15km breit, doch werden dort unvorstellbare drei Millionen Kubikmeter Wasser pro Sekunde am Boden nach Norden transportiert. Das sind 20 Mal mehr als der Amazonas in den Atlantik führt.
Das Wasser, auch antarktisches Bodenwasser genannt, stammt aus südpolaren Breiten, wo es im Weddell-Meer während des Winters gebildet wird. Anders als bei vielen Oberflächenströmungen, die vom Wind angetrieben werden, wirken hier Dichteunterschiede als Antrieb. Der enge Kanal lässt die Strömung auf etwa 25 Zentimeter pro Sekunde anschwellen. Diese 900m pro Stunde scheinen auf den ersten Blick nicht viel, erläutert Walter Zenk von IFM-GEOMAR, es sei aber "in diesen Wassertiefen schon fast wie ein Sturm in der Atmosphäre".
Bemerkenswert an den über 35 Jahren gesammelten Daten sei, so Zenk weiter, dass die Temperatur in diesen Tiefen systematisch ansteigt, von weniger als 0.18 Grad in den 70iger Jahren auf über 0.22 Grad im Mai 2007. "Das mag vernachlässigbar klingen, hat aber einen deutlichen Einfluss auf die Dichte des transportierten Wassers, und Dichteunterschiede sind verantwortlich für den Austausch zwischen den Tiefseebecken".
Über die Ursachen äussert sich Zenk vorsichtig. Es liesse noch nicht klar sagen, ob dies Teil einer langen natürlichen Schwankung sei oder sich vielleicht hier schon die Klimaerwärmung zeige. Letzteres wäre möglich, denn die Wassermasse sei nur einige Jahrzehnte "alt". Das sei die Zeit, die seit dem Absinken von der Oberfläche in der Antarktis bis zur Ankunft im Vema-Kanal vergangen sei.
Das antarktische Bodenwasser ist Teil einer globalen Ozeanzirkulation, die Wassermassen auf einer Zeitskala von Jahrhunderten umwälzt. Verändern sich diese globalen Bewegungen, so wirkt dies langfristig auch auf unser Klima zurück. Insofern ist Bodenwasser im Vema-Kanal ein kleines, aber wichtiges Mosaiksteinchen in diesem globalen Spiel. Walter Zenk und seine Kollege Eugene Morozov vom Moskauer Shirshov-Institut für Ozeanologie werden deshalb weiter "Fieber messen", um Licht ins Dunkel der Tiefsee zu bringen.
First Solar und Vestas enttäuschen mit Q1-Zahlen. Die RENIXX-Schwergewichte First Solar und Vestas haben die Geschäftszahlen für das erste Quartal 2011 vorgelegt und dabei die Erwartungen der Anleger nicht erfüllen können. Beide Aktien geben im frühen Handel nach und ziehen den RENIXX unter die Marke von 520 Punkten.
Fukushima 1: Arbeiter wagen sich in Reaktorgebäude 1. Erstmals seit der Zerstörung am 11. März 2011 haben nun Arbeiter des Betreibers Tepco das Gebäude von Reaktorblock 1 betreten. Sie sollen Filtersysteme einbauen um die radioaktiv verseuchte Luft im Gebäude zu reinigen. Sie dürfen sich jedoch nur jeweils 10 Minuten im Gebäude aufhalten. Drei Gruppen sollen sich mit dem Einbau abwechseln.
Q-Cells Vorstandsmitglied Rauter hat sein Amt auf eigenen Wunsch mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Der Aufsichtsrat der Q-Cells hat dem in seiner Sitzung am 4. Mai entsprochen. Gerhard Rauter (53) war seit Oktober 2007 als Chief Operation Officer (COO) für Q-Cells tätig und zuletzt für Produktion und Technologie verantwortlich.
Weltmarktführer: BELECTRIC er- richtet 2010 über 300 MW PV-Leistung und installierte damit weltweit mehr PV-Leistung als jedes andere Unternehmen. Das geht aus einer Analyse des Marktforschungsinstitut IMS Research hervor. In 2011 will das Unternehmen aus dem bayerischen Kolitzheim bis zu 60 Prozent des jährlichen Auftragsvolumens im Ausland realisieren.
Neue Hinweise für eine Virus- Beteiligung bei Prostatakrebs glauben US-Forscher gefunden zu haben. Sie haben das Virus XMRV bei fast jedem dritten untersuchten Prostata-Krebspatienten gefunden. Sollte das Virus der Auslöser sein, könnte man eine Impfung entwickeln wie gegen Gebärmutterhalskrebs.
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Der Schwanz, den Geckos auf der Flucht vor Verfolgern abwerfen, kann noch bis zu einer halben Stunde lang tanzende Bewegungen vollführen und den Feind auf diese Weise ablenken, so Zoologen der Clemson University in South Carolina.
Auf Kuba wurden die fossilen Reste eines riesigen Krokodils gefunden, das vor 20 Millionen Jahren gelebt haben soll. Das zehn Meter lange Skelett wurde in der Provinz Sancti Spiritus entdeckt.
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03.08.2009 - MATHEMATIK Mit am Start bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Berlin
"Mathematik zählt, weil...du damit fast alles erklären kannst, vielleicht sogar deine gute Note in Sport", meint Mathematik-Professor Matthias Ludwig, Autor des Buches "Mathematik und Sport" und Mathemacher des Monats August der Deutschen Mathematiker Vereinigung. > mehr
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17.07.2009 - ANTHROPOLOGIE
EVIDENCE how do we know what we know?
"Evidence" ist eine Web- Ausstellung des Museums Exploratorium in San Francisco. Anhand einer Fallstudie wird erklärt, wie Wissenschaft funktioniert. Hierbei steht die Arbeit des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie zur Erforschung der menschlichen Ursprünge im Mittelpunkt. > mehr