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13.08.2007 - METEOROLOGIE

(jtu) Erstmals werden in Deutschland im Rahmen des internationalen Messexperiments COPS (Convective and Orographically-induced Precipitation Study) zwei mobile Radar-Systeme aus den USA betrieben, die so genannten Doppler-on-Wheels, die die Entwicklung von Gewittern beobachten. Das Projekt wird von Prof. Volker Wulfmeyer, dem Kopf des COPS Lenkungsausschusses von der Universität Hohenheim, in Zusammenarbeit mit den Wissenschaftlern Tammy Weckwerth vom National Center for Atmospheric Research und Josh Wurman vom Center for Severe Weather Research in Boulder (USA), durchgeführt.

Diese mobilen Radar-Systeme, die auch Doppler-on-Wheels (DOW) genannt werden, tasten im so genannten X-Band-Frequenzbereich die Atmosphäre innerhalb weniger Minuten ab. In den USA sind diese mobilen Geräte berühmt und wurden schon für die Untersuchung von Tornados eingesetzt, dabei maßen sie den bisherigen Weltrekord einer Windgeschwindigkeit auf der Erde in der Nähe des Zentrums eines Tornados mit 510 km/h. In Deutschland sind - glücklicherweise - weniger Tornados zu befürchten, jedoch bieten auch schwere Gewitter, wie sie in diesem Sommer bereits aufgetreten sind, ideale Messbedingungen für die DOW. Die mobilen Geräte können dort installiert und betrieben werden, wo die lokale Entwicklung der Atmosphäre besonders interessant ist.

Das kritische Gebiet erstreckt sich von den Vogesen über das Rheintal, den Schwarzwald bis in die schwäbische Alb. Inzwischen wurde erstmalig von den DOWs in Deutschland eine Windhose vermessen, die über dem Schwarzwald aufgetreten ist. Die DOWs haben bereits einige wertvolle Beiträge für die Weltwetterforschungskampagne COPS geliefert. Sie sind noch bis zum 15. August 2007 für das COPS-Projekt in Deutschland tätig.

Die Messkampagne COPS ist Teil des Weltwetterforschungs- programms der Vereinten Nationen. Beteiligt sind alle rund 20 meteorologischen Institutionen Deutschlands und die führenden Forschungszentren für Meteorologie aus Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz und den USA. COPS ist Teil des Schwerpunktprogramms 1167 "Quantitative Niederschlagsvorhersage" der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und wird mit dem Messprogramm TRACKS der Helmholtz-Gemeinschaft und dem Weltwetterforschungsprogramm Forecast Demonstration Projekt D-PHASE koordiniert.


Mehr im Internet:
COPS, Convective and Orographically-induced Precipitation Study
Weltwetterforschungsprogramm der WMO
Waschküche der Atmosphäre, scienzz 12.07.2007


 

 

 

 

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