Im Mikrokosmos herrschen die Gesetze der Quantenwelt. Doch wo ist der Übergang zu unserer Alltagswelt? Einem internationalen Forscherteam unter Leitung von Frankfurter Atomphysikern ist es gelungen, diese Frage zu beantworten und den Übergang schrittweise sichtbar zu machen. Sie realisierten erstmals ein schon in den 1960er Jahren von Theoretikern vorgeschlagenes Experiment, in dem sie ein Wasserstoffmolekül mit Röntgenstrahlen beschossen und beobachteten, wie dieses Molekül in seine Einzelteile zerfällt.
Vorbild für das neue Experiment ist die Beugung von Elektronen am Doppelspalt. Schickt man viele einzelne Elektronen nacheinander durch einen Doppelspalt, so kann man auf einer Photoplatte hinter dem Spalt ein Streifenmuster beobachten, in dem sich Regionen häufiger Auftreffwahrscheinlichkeit mit Orten abwechseln, an denen nie ein Elektron nachgewiesen wird. Die gängige Erklärung dafür ist, dass sich das Elektron wie eine Welle verhält, die mit sich selbst interferiert. Alle Versuche, die Flugbahn des Elektrons zu beobachten und herauszufinden, durch welchen der beiden Spalte es gegangen ist, sind bisher gescheitert. Sobald man den Ort des Elektrons misst, verliert es seine Welleneigenschaft und verhält sich wie ein gewöhnliches Teilchen.
Mit hochenergischen Röntgenphotonen, die auf ein Wasserstoffmolekül auftreffen, kann man die Situation am Doppelspalt imitieren: Die Röntgenphotonen katapultieren aus dem zweiatomigen Molekül ein energiereiches Elektron heraus, das sich gewissermaßen von beiden Kernen gleichzeitig als Quantenwelle ausbreitet und mit sich selbst interferiert. Mit einer minimalen zeitlichen Verzögerung stößt das erste Elektron noch ein zweites Elektron aus dem Wasserstoffmolekül heraus. Es verhält sich wie eine schnelle Billardkugel, die eine ruhende streift und dadurch in Bewegung versetzt. Dieses zweite Elektron dient den Physikern als "Beobachter".
Beide Elektronen sind durch den Stoß über Energie- und Impulserhaltung miteinander verwoben, und jede Information, die man über das eine Elektron sammelt, lässt auch Rückschlüsse auf das andere zu. Dabei gilt: Je kürzer die Wellenlänge des zweiten Elektrons ist, desto genauer lässt sich die Bahn des ersten Elektrons räumlich eingrenzen. Man kann also dem ersten Elektron auf die Schliche kommen, ohne es zu stören. Wie sich herausstellte, lässt sich das System durch diesen Trick aber nicht überlisten: "Sobald das zweite Elektron einen hinreichend genauen Rückschluss auf die Bahn des ersten Elektrons zulässt, verschwindet das Wunder der Quantenwelle wieder", erklärt Reinhard Dörner.
First Solar und Vestas enttäuschen mit Q1-Zahlen. Die RENIXX-Schwergewichte First Solar und Vestas haben die Geschäftszahlen für das erste Quartal 2011 vorgelegt und dabei die Erwartungen der Anleger nicht erfüllen können. Beide Aktien geben im frühen Handel nach und ziehen den RENIXX unter die Marke von 520 Punkten.
Fukushima 1: Arbeiter wagen sich in Reaktorgebäude 1. Erstmals seit der Zerstörung am 11. März 2011 haben nun Arbeiter des Betreibers Tepco das Gebäude von Reaktorblock 1 betreten. Sie sollen Filtersysteme einbauen um die radioaktiv verseuchte Luft im Gebäude zu reinigen. Sie dürfen sich jedoch nur jeweils 10 Minuten im Gebäude aufhalten. Drei Gruppen sollen sich mit dem Einbau abwechseln.
Q-Cells Vorstandsmitglied Rauter hat sein Amt auf eigenen Wunsch mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Der Aufsichtsrat der Q-Cells hat dem in seiner Sitzung am 4. Mai entsprochen. Gerhard Rauter (53) war seit Oktober 2007 als Chief Operation Officer (COO) für Q-Cells tätig und zuletzt für Produktion und Technologie verantwortlich.
Weltmarktführer: BELECTRIC er- richtet 2010 über 300 MW PV-Leistung und installierte damit weltweit mehr PV-Leistung als jedes andere Unternehmen. Das geht aus einer Analyse des Marktforschungsinstitut IMS Research hervor. In 2011 will das Unternehmen aus dem bayerischen Kolitzheim bis zu 60 Prozent des jährlichen Auftragsvolumens im Ausland realisieren.
Neue Hinweise für eine Virus- Beteiligung bei Prostatakrebs glauben US-Forscher gefunden zu haben. Sie haben das Virus XMRV bei fast jedem dritten untersuchten Prostata-Krebspatienten gefunden. Sollte das Virus der Auslöser sein, könnte man eine Impfung entwickeln wie gegen Gebärmutterhalskrebs.
Im Dschungel von Papua-Neugui- nea entdeckten Wissenschaftler vom Smithsonian Nationalen Museum für Naturkunde in Washington ein Nagetier, das die Größe eines Dackels erreicht. Die Riesenratte misst gut 80 Zentimeter und wird anderthalb Kilogramm schwer.
Der Schwanz, den Geckos auf der Flucht vor Verfolgern abwerfen, kann noch bis zu einer halben Stunde lang tanzende Bewegungen vollführen und den Feind auf diese Weise ablenken, so Zoologen der Clemson University in South Carolina.
Auf Kuba wurden die fossilen Reste eines riesigen Krokodils gefunden, das vor 20 Millionen Jahren gelebt haben soll. Das zehn Meter lange Skelett wurde in der Provinz Sancti Spiritus entdeckt.
In einem erloschenen Vulkan auf der Osterinsel entdeckten Forscher der Universität von Manchester einen Steinbruch. Aus dieser Quelle könnten auch die roten Hüte stammen, die viele der legendären Riesenfiguren tragen, vermuten die Wissenschaftler.
Der deutsche Bundestag hat alle im Zweiten Weltkrieg gegen "Kriegsverräter" ausgesprochenen Urteile mit den Stimmen aller Fraktionen aufgehoben. Die Anlässe für diese Urteile reichten von politischem Widerstand und der Hilfe für verfolgte Juden über kritische Äußerungen über Krieg und Nazis bis hin zu Schwarzmarktgeschäften.
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03.08.2009 - MATHEMATIK Mit am Start bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Berlin
"Mathematik zählt, weil...du damit fast alles erklären kannst, vielleicht sogar deine gute Note in Sport", meint Mathematik-Professor Matthias Ludwig, Autor des Buches "Mathematik und Sport" und Mathemacher des Monats August der Deutschen Mathematiker Vereinigung. > mehr
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17.07.2009 - ANTHROPOLOGIE
EVIDENCE how do we know what we know?
"Evidence" ist eine Web- Ausstellung des Museums Exploratorium in San Francisco. Anhand einer Fallstudie wird erklärt, wie Wissenschaft funktioniert. Hierbei steht die Arbeit des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie zur Erforschung der menschlichen Ursprünge im Mittelpunkt. > mehr