(jtu) Kommt es in einer Großstadt oder einem Ballungsraum wie dem Ruhrgebiet zu einer Katastrophe, muss eine Evakuierung systematischen Plänen folgen, um effizient zu sein und Chaos zu vermeiden. Eine Forschergruppe des Zentrums für Logistik und Verkehr (ZLV) der Universität Duisburg-Essen entwickelt derzeit ein neues Evakuierungsmodell und geht dabei ein Grundproblem des Ernstfalles an: die überaus schwierige Regelung der Verkehrsströme von Menschen und Fahrzeugen.
Bevor ein dichtbesiedeltes Gebiet großflächig geräumt wird, muss schon einiges passieren. Die Explosion eines Kraftwerks oder einer Industrieanlage, eine schwere Überflutung, ein Anschlag - das sind denkbare Szenarien. Sie sind zum Glück bislang nicht eingetreten, doch was wäre wenn...? Ein Ausnahmezustand für die betroffene Großstadt, ihre Menschen und die Rettungskräfte. Straßen, die - ohnehin schon überfüllt - noch voller würden. Hunderttausende Menschen, die nur raus wollten aus der Stadt; andere, die rein müssten, um zu helfen. Und das in möglichst kurzer Zeit. Chaos in dieser Situation, das wäre fatal.
Natürlich existieren Krisenpläne für den Fall der Fälle, aber keine systematisch berechneten, wie Kimms erklärt. Als Experte für Operations Research beschäftigt er sich mit der Optimierung von Strukturen und Abläufen. Das heißt, er erarbeitet für ein reales Problem ein mathematisches Modell und Rechenverfahren, um es zu lösen. "Bei dem Projekt geht es um zwei verschiedene Aspekte: Minimierung der Evakuierungszeit und Maximierung der Evakuiertenzahl in einer bestimmten Zeitspanne", so Kimms. "Dazu müssen bestimmte Straßen zur Einbahnstraße erklärt und Verkehrströme aus unterschiedlichen Richtungen koordiniert werden."
Um ein allgemeingültiges Modell zu entwickeln, analysieren und simulieren die Wissenschaftler detailliert die Verkehrsflüsse der verschiedenen Personengruppen. "Fußgänger, Autofahrer, Einsatzkräfte bewegen sich teils in entgegen gesetzte Richtungen", so Projektmitarbeiterin und Mathematikerin Sarah Bretschneider. "Dennoch darf es nur zu möglichst wenigen Konflikten kommen, jede Sekunde zählt ja bei einer Evakuierung." Auch ein Thema: Sammelstellen, von denen Fußgänger, etwa mit Bussen, weiter aus der Gefahrenzone gebracht werden können.
Die Bedingungen für eine Großevakuierung und die vielen kritischen Situationen, die es zu berücksichtigen gilt, erarbeiten die UDE-Wissenschaftler in Gesprächen mit den Fachleuten und Praktikern von Feuerwehren und des Innenministeriums. Die weitere Arbeit leisten sie dann am Computer. Die Methoden des Operations Research anzuwenden, ist eine aufwändige wie hoch komplizierte Rechenleistung. Bis Anfang 2011 soll das mathematische Modell stehen. Dann könnte Evakuierung im Wortsinn berechenbar sein.
First Solar und Vestas enttäuschen mit Q1-Zahlen. Die RENIXX-Schwergewichte First Solar und Vestas haben die Geschäftszahlen für das erste Quartal 2011 vorgelegt und dabei die Erwartungen der Anleger nicht erfüllen können. Beide Aktien geben im frühen Handel nach und ziehen den RENIXX unter die Marke von 520 Punkten.
Fukushima 1: Arbeiter wagen sich in Reaktorgebäude 1. Erstmals seit der Zerstörung am 11. März 2011 haben nun Arbeiter des Betreibers Tepco das Gebäude von Reaktorblock 1 betreten. Sie sollen Filtersysteme einbauen um die radioaktiv verseuchte Luft im Gebäude zu reinigen. Sie dürfen sich jedoch nur jeweils 10 Minuten im Gebäude aufhalten. Drei Gruppen sollen sich mit dem Einbau abwechseln.
Q-Cells Vorstandsmitglied Rauter hat sein Amt auf eigenen Wunsch mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Der Aufsichtsrat der Q-Cells hat dem in seiner Sitzung am 4. Mai entsprochen. Gerhard Rauter (53) war seit Oktober 2007 als Chief Operation Officer (COO) für Q-Cells tätig und zuletzt für Produktion und Technologie verantwortlich.
Weltmarktführer: BELECTRIC er- richtet 2010 über 300 MW PV-Leistung und installierte damit weltweit mehr PV-Leistung als jedes andere Unternehmen. Das geht aus einer Analyse des Marktforschungsinstitut IMS Research hervor. In 2011 will das Unternehmen aus dem bayerischen Kolitzheim bis zu 60 Prozent des jährlichen Auftragsvolumens im Ausland realisieren.
Neue Hinweise für eine Virus- Beteiligung bei Prostatakrebs glauben US-Forscher gefunden zu haben. Sie haben das Virus XMRV bei fast jedem dritten untersuchten Prostata-Krebspatienten gefunden. Sollte das Virus der Auslöser sein, könnte man eine Impfung entwickeln wie gegen Gebärmutterhalskrebs.
Im Dschungel von Papua-Neugui- nea entdeckten Wissenschaftler vom Smithsonian Nationalen Museum für Naturkunde in Washington ein Nagetier, das die Größe eines Dackels erreicht. Die Riesenratte misst gut 80 Zentimeter und wird anderthalb Kilogramm schwer.
Der Schwanz, den Geckos auf der Flucht vor Verfolgern abwerfen, kann noch bis zu einer halben Stunde lang tanzende Bewegungen vollführen und den Feind auf diese Weise ablenken, so Zoologen der Clemson University in South Carolina.
Auf Kuba wurden die fossilen Reste eines riesigen Krokodils gefunden, das vor 20 Millionen Jahren gelebt haben soll. Das zehn Meter lange Skelett wurde in der Provinz Sancti Spiritus entdeckt.
In einem erloschenen Vulkan auf der Osterinsel entdeckten Forscher der Universität von Manchester einen Steinbruch. Aus dieser Quelle könnten auch die roten Hüte stammen, die viele der legendären Riesenfiguren tragen, vermuten die Wissenschaftler.
Der deutsche Bundestag hat alle im Zweiten Weltkrieg gegen "Kriegsverräter" ausgesprochenen Urteile mit den Stimmen aller Fraktionen aufgehoben. Die Anlässe für diese Urteile reichten von politischem Widerstand und der Hilfe für verfolgte Juden über kritische Äußerungen über Krieg und Nazis bis hin zu Schwarzmarktgeschäften.
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03.08.2009 - MATHEMATIK Mit am Start bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Berlin
"Mathematik zählt, weil...du damit fast alles erklären kannst, vielleicht sogar deine gute Note in Sport", meint Mathematik-Professor Matthias Ludwig, Autor des Buches "Mathematik und Sport" und Mathemacher des Monats August der Deutschen Mathematiker Vereinigung. > mehr
wissenswert
17.07.2009 - ANTHROPOLOGIE
EVIDENCE how do we know what we know?
"Evidence" ist eine Web- Ausstellung des Museums Exploratorium in San Francisco. Anhand einer Fallstudie wird erklärt, wie Wissenschaft funktioniert. Hierbei steht die Arbeit des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie zur Erforschung der menschlichen Ursprünge im Mittelpunkt. > mehr