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21.04.2008 - POLARFORSCHUNG

Antarktis wird wieder kälter

(jtu) Die Tiefsee der Antarktis wird nach jahrelanger Erwärmung wieder kälter. Dadurch könnten die Umwälzbewegungen der ozeanischen Wassermassen in Schwung gebracht werden. Dies ist das erste Ergebnis der jetzt in Punta Arenas in Chile zu Ende gegangenen Polarstern-Expedition des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft. Gleichzeitig haben Satellitenaufnahmen die höchste Ausdehnung von Meereis im antarktischen Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen gezeigt. Ob der kalte antarktische Sommer einen neuen Trend einleitet oder nur ein "Ausrutscher" war, wird mittels autonomer Messbojen in den nächsten Jahren weiter verfolgt.

Unter Leitung von Eberhard Fahrbach, Ozeanograph am Alfred-Wegener-Institut, waren 58 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus zehn Ländern vom 6. Februar bis 16. April 2008 an Bord des Forschungsschiffs Polarstern im Südlichen Ozean unterwegs. Sie haben die Meeresströmungen sowie die Temperatur-, Salzgehalts- und Spurenstoffverteilung im Meerwasser der Antarktis untersucht. "Wir wollen die Rolle des Südlichen Ozeans für das vergangene, gegenwärtige und zukünftige Erdklima erforschen", sagte  Fahrbach. "Während der letzte arktische Sommer der wärmste seit Aufzeichnung der Klimadaten war, hatten wir in der Antarktis einen kalten Sommer mit einem Meereismaximum."

Ein weiteres Ergebnis: Die Wissenschaftler fanden die geringsten Eisenkonzentrationen, die je im Ozean gemessen wurden. Da Eisen ein essentielles Spurenelement für das Wachstum von Algen ist und Algen Kohlendioxid aus der Luft aufnehmen, ist die Eisenkonzentration ein wichtiger Parameter vor dem Hintergrund der Diskussion, inwieweit die Ozeane als Kohlenstoffsenke fungieren können. Da die Veränderungen in den Ozeanen erst nach mehreren Jahren sichtbar werden und sich auch räumlich unterscheiden, reichen die während der Polarstern-Expeditionen gewonnenen Daten nicht aus, um langfristige Entwicklungen zu erkennen. Erst mit Hilfe von autonomen Mess-Systemen, die am Meeresboden verankert oder frei treibend über mehrere Jahre ozeanographische Daten liefern, kann die Datenlücke geschlossen werden.


Mehr im Internet:
Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung
Klimarelevantes Material entdeckt, scienzz 19.04.2008
25 Jahre Forschung im Eis, scienzz 07.12.2007



 

 

 

 

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